Deutsche Emissionshandelsstelle

Glossar

Deutschsprachiges Glossar

Banking

Banking bedeutet, Emissionsberechtigungen einer bestimmten Zuteilungsperiode in darauf folgenden Zuteilungsperioden zu verwenden. Würde das Reduktionsziel „übererfüllt“, können nicht „verbrauchte" Emissionsberechtigungen auf einem Konto angespart werden.

Banking ist vor allem dann lohnend, wenn mit steigenden Preisen für Emissionsberechtigungen gerechnet oder eine Unabhängigkeit von künftigen Preisentwicklungen angestrebt wird. Banking ist das Gegenteil von Borrowing.

Alternativ

Barrierefreier Modus im Formular-Management-System (FMS)

Ermöglicht die uneingeschränkte Nutzung der Software FMS für Menschen mit Behinderung.

Beispiel: Bilder oder Grafiken werden mit einem beschreibenden Text hinterlegt, den so genannte Screenreader (also Vorlese-Anwendungen für Blinde und Sehbehinderte) auslesen.

Alternativ

Barrierefreiheit

Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.

Baseline Emissionen

Eine Schätzung der Treibhausgas-Emissionen, Speicherungen oder Entnahmen, die in einem Baseline Szenario auftreten würden.

Baseline Szenario (Referenzszenario)

Ein Baseline Szenario ist eine hypothetische Beschreibung der Situation, die in Abwesenheit des vorgeschlagenen Kompensationsprojekts eingetreten wäre, z. B. wie wäre der Strom erzeugt worden, wenn die Windkraftanlage nicht gebaut worden wäre.

Eine Schätzung der Treibhausgas-Emissionen, Speicherungen oder Entnahmen, die in einem Baseline-Szenario auftreten würden, nennt man Baseline-Emissionen.

Alternativ

Basisperiode

Ein in § 6 ZuG 2012 festgelegter Zeitraum, nach dem sich die Zuteilung für die jeweilige Anlage bestimmt.

Benchmark

Ein Benchmark ist ein für eine Anlagen- oder Produktkategorie spezifischer Emissionswert, der in Form von Emissionen pro Output-Einheit angegeben wird. Für Anlagentypen oder Branchen werden Standardwerte für die Emissionen ermittelt (z.B. nach BVT - Bester Verfügbarer Technik oder Durchschnittswerten), nach denen sich die Ausstattung mit Emissionsberechtigungen richtet. Bei der Zuteilung von Emissionsberechtigungen dienen Benchmarks zum einen der Ermittlung der Allokation auf Anlagenebene und zum anderen der Anerkennung von Early Action.

Alternativ

Berechtigung

Emissionsberechtigung

Alternativ

Beste Verfügbare Technik (BVT)

Die EG-Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung vom 30.10.1996 (IVU-Richtlinie) regelt die Genehmigung besonders umweltrelevanter Industrieanlagen auf der Grundlage eines medienübergreifenden Konzepts. Es werden sowohl Emissionen in Luft, Wasser und Boden als auch abfallwirtschaftliche Aspekte, Ressourcen- und Energieeffizienz sowie die Vorbeugung von Unfällen erfasst. Ziel ist es, ein hohes Schutzniveau für die Umwelt insgesamt zu erreichen.

Ein wesentliches Element der Richtlinie ist die Forderung nach Anwendung der "Besten Verfügbaren Techniken" (BVT) bei allen neuen und bestehenden Anlagen.

Alternativ

Zum Thema

Bevollmächtigter

Im administrativen und kommunikativen Bereich der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) müssen Personen für die Nutzung des Registers und der Virtuellen Poststelle (VPS) bevollmächtigt sein.

Alternativ

Biomasse

Als Biomasse wird die Stoffmasse von Lebewesen oder deren Körperteilen bezeichnet. Als Menge dieser Stoffgemische gilt ihre Masse (Einheit: Kilogramm).

Borrowing

Borrowing ist das Gegenteil des Bankings: Emissionsberechtigungen zukünftiger Zuteilungsperioden werden bereits in der Gegenwart verwendet. Borrowing zwischen den Zuteilungsperioden ist im Kyoto-Protokoll nicht erlaubt und auch beim europäischen Emissionshandel nicht vorgesehen. Borrowing kann so zwar nicht zwischen den Zuteilungsperioden, jedoch innerhalb der einzelnen Jahren einer Zuteilungsperiode stattfinden.

Alternativ

Browser

Programm zur Darstellung von Internetseiten (HTML-Code)

Burden Sharing (Lastenteilung)

Das so genannte Burden Sharing, die EU-Lastenverteilung, ist die europarechtliche Festlegung, die gemeinsame Minderungsverpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll in unterschiedlich hohe Einzelziele der jeweiligen Staaten aufzuteilen. Die Reduktionsverpflichtung für die EU bis 2012 lag insgesamt bei minus acht Prozent. Deutschland hatte sich im Rahmen der Lastenteilung in der EU zur Reduktion von 21 Prozent aller Treibhausgase verpflichtet und sein Ziel erreicht.

Das Burden Sharing war begrenzt auf die 2. Handelsperiode und wurde ab 2013 durch die sogenannte Effort Sharing-Entscheidung der EU-Kommission ersetzt.

Alternativ

Online Services

  • Formular Management System Formular Management System

    Formular Management System

  • Virtuelle Poststelle Elektronische Kommunikation

    Elektronische Kommunikation

  • Mailing Mailings