Deutsche Emissionshandelsstelle

Elektronische Signatur

Für das Verfahren der elektronischen Kommunikation mit Schriftformerfordernis ist die Verwendung qualifizierter elektronischer Signaturen nach der eIDAS-VO (Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 2014) vorgesehen. Bitte beachten Sie, dass das Antragsverfahren zum Erlangen einer hierfür notwendigen Signaturkarte derzeit bis zu drei Monate dauern kann.

Beschaffen einer elektronischen Signatur

Signaturkarten, die von den handelsüblichen Signaturanwendungskomponenten und der Postfachanwendung VPSMail unterstützt werden, finden Sie beim Softwarehersteller Governikus. Sie können sie bei so genannten Zertifizierungsdienstanbietern (ZDA, auch Trustcenter genannt) erwerben.

Bei der Antragstellung der Karte ist darauf zu achten, diese nicht für ein Pseudonym sondern auf den realen Namen des Inhabers ausstellen zu lassen. Wird mit dem Erwerb der Signaturkarte keine Software zur Freischaltung der Karte und der PIN-Änderung mitgeliefert, wenden Sie sich bitte direkt an den Kundenservice von Governikus.

27.04.2011

Technischer Support

Bitte wenden Sie sich bei technischen Fragen direkt an Governikus GmbH & Co. KG.

E-Mail: helpline@governikus.com

Telefon: +49 (0)421 204 95-900

Montags bis freitags jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Governikus

Beschaffen eines Kartenlesegerätes

Achten Sie bitte darauf, dass Signaturkarte und Kartenleser des jeweiligen Anbieters von VPSMail unterstützt werden. Hierzu gibt Ihnen das Handbuch (Anwenderdokumentation VPSMail) Auskunft.

Lesegeräte, die von handelsüblichen Signaturanwendungskomponenten und der Postfachanwendung VPSMail unterstützt werden, finden Sie beim Softwarehersteller Governikus. Wir empfehlen, ein als Signaturanwendungskomponente nach dem Signaturgesetz gültiges Kartenlesegerät aus dieser Übersicht zu wählen.

27.04.2011

Signatursoftware

Wird mit dem Erwerb der Signaturkarte keine Software zur Freischaltung der Karte und der PIN-Änderung mitgeliefert, kann diese Signatursoftware für einige Signaturkarten kostenlos bei der Governikus GmbH & Co. KG heruntergeladen werden.

22.02.2017

Sachlicher Hintergrund

„Qualifizierte elektronische Signaturen“ nach dem Signaturgesetz stellen die elektronische Unterschrift rechtlich dem Status einer handschriftlichen Unterzeichnung gleich.

Voraussetzung für die Verwendung qualifizierter elektronischer Signaturen ist, dass diese zum Zeitpunkt der Nutzung Gültigkeit besitzt. Die Signaturkarten werden jeweils für eine Laufzeit zwischen zwei und maximal fünf Jahren vergeben. Ein Zertifikat einer Signaturkarte ist dann gültig, wenn es in dieser Laufzeit liegt und wenn die Karte nicht gesperrt wurde.

Der Einsatz der qualifizierten elektronischen Signatur gewährleistet die vollständige Datensicherheit und Wahrung der Echtheit der Dokumente bei der Übermittlung.

Eine elektronische Signatur ist keine Unterschrift im herkömmlichen Sinne, sondern beruht auf einem aufwändigen mathematischen Verfahren, das für jedes zu signierende Dokument einen spezifischen „elektronischen Fingerabdruck“ berechnet. Dieser Wert wird mit dem geheimen Schlüssel des Unterzeichners verschlüsselt und kann nur durch Anwendung des entsprechend zugeordneten öffentlichen Schlüssels wieder sichtbar gemacht werden. Auf diesem Wege ist die elektronische Signatur zweifelsfrei einer Person zuzuordnen. Niemand anders als der Eigentümer eines privaten Signaturschlüssels kann diesen verwenden. Jedes nach Aufbringung der Signatur veränderte Satzzeichen oder Wort würde das elektronische Siegel brechen. So ist ein außerordentlich hohes Sicherheitsniveau garantiert.

Bei qualifizierten Signaturen ist der Schlüssel für die persönliche Signatur auf einer Chipkarte gespeichert. Diese Daten können nicht ausgelesen, also auch nicht kopiert und missbräuchlich verwendet werden. Die Karte ist, ähnlich wie eine Kreditkarte, durch eine vier- bis achtstellige PIN gesichert, die vom Inhaber selbst festgelegt werden kann und geheim gehalten werden muss. Die dreimalige Falscheingabe der PIN führt zur Sperrung der Karte. Je nach Kartenanbieter (Zertifizierungsdienstanbieter) ist die Karte dann unwiderruflich gesperrt, so dass eine neue Karte beantragt werden muss oder die Karte kann über Eingabe einer PUK (Super-PIN) für eine begrenzte Anzahl an Versuchen reaktiviert werden.

Die öffentlichen und geheimen Schlüssel für elektronische qualifizierte Signaturen werden von Zertifizierungsdienstanbietern (Trust Center)die von der Bundesnetzagentur zugelassen sind, erzeugt und ausgegeben. Dazu ist es zwingend erforderlich, dass die Identität des zukünftigen Schlüsselinhabers durch Vorlage eines gültigen Personaldokuments sicher überprüft wird.

03.07.2014

Besondere Hinweise für Wirtschaftsprüferinnen- und prüfer

Wirtschaftsprüferinnen und -prüfer müssen das Berufsattribut „Wirtschaftsprüfer“ oder „Vereidigter Buchprüfer“ in ihrem Signaturzertifikat eintragen lassen. Dazu muss die Bestätigung der Wirtschaftsprüferkammer eingeholt werden und an das Trustcenter übermittelt werden.

Folgende Trustcenter bieten die Eintragung eines Berufsattributs im Signaturzertifikat mit Bestätigung durch die zuständige Kammer an:

  • D-Trust GmbH
  • Bundesnotarkammer (BNotK)
  • DGN Deutsches Gesundheitsnetzwerk Service GmbH

30.03.2017

Online Services

  • Formular Management System Formular Management System

    Formular Management System

  • Virtuelle Poststelle Elektronische Kommunikation

    Elektronische Kommunikation

  • Mailing Mailings